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| Sonntags sind wir nach einer kurzen Joggingrunde zum Aufwärmen schnell zur ersten Trainingseinheit aufs Wasser. Das war leider der letzte Tag mit dem erhofften Starkwind, bevor sich ein stabiles Hochdruckgebiet in der Gegens breit machen sollte. So genossen wir die beiden Einheiten an diesem Tag umso mehr.
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Auch den Montag konnten wir nach dem obligatorischen Frühsport für eine lange Trainingseinheit auf dem Wasser nutzen.
Am Dienstag stand die Vermessung auf dem Programm. Da wir erst am späten Nachmittag dran sein sollten, sind wir morgens erst noch zu einer etwas längeren Trainingseinheit aufs Wasser. Als wir zurück an Land waren, erfuhren wir, dass das Vermesserteam schon mindestens eine halbe Stunde aufgeholt hatte und wir mussten uns etwas mit dem Trocknen der Boote beeilen. Sowohl Felix als auch ich kamen aber glücklicherweise problemlos durch die Vermessung. Erleichtert haben wir den Abend auf der Düne mit Ballspielen ausklingen lassen.
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| Der erste Regattatag begann nach dem Skipper – und Coachmeeting erst einmal mit Startverschiebung, da die Wettfahrtleitung erst bei stabilem Wind ab 6 Knoten aufs Wasser gehen wollte. Um kurz vor 12 Uhr ging es endlich aufs Wasser. Bei anfänglichen 9 Knoten und kleiner Kabbelwelle konnten wir dann auch drei Wettfahren zügig hintereinander ohne jegliche Frühstarts segeln. Mein persönliches Ergebnis war etwas durchwachsen und ich konnte den Tag auf Position 60 von 80 beenden. An Land wurden wir dann noch mit einer warmen Suppe begrüßt.
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Am zweiten Tag konnten wir planmäßig direkt um 10:00 Uhr aufs Wasser. Heute gab es nicht nur etwas mehr Wind, sondern auch mehr Welle. Nach einem guten 23. Platz im ersten Lauf bin ich in den beiden folgenden Läufen leider etwas nach hinten durchgerutscht, insgesamt konnte ich aber meine Position behaupten und den Tag als 61er abschließen. Da wir heute so früh vom Wasser kamen, hat sich mindestens das halbe Regattafeld im Städtchen beim Eisessen getroffen.
Am dritten Tag war morgens leider noch kein Wind, was sich auch nicht ändern sollte. Immerhin wurden wir mit einem warmen Mittagessen vom Berliner Yachtclub bei Laune gehalten. Um 14 Uhr kam dann die Erlösung mit dem Abbruchsignal am Flaggenmast. Bei schönstem Maiwetter wurde sich entweder am Strand getummelt oder Heiko Thölmann von der Jury bei einem sehr interessanten Vortrag über die neue Regel 42.2 gelauscht.
Am Finaltag konnten wir sehr pünktlich bei schönem Südwind mit 10-12 Knoten aufs Wasser und dort immerhin noch 4 Wettfahrten segeln. Nach dann immerhin 10 abgeschlossenen Wettfahren insgesamt konnte sich Henry-Alexander Hübner aus Berlin souverän mit 8 Tagessiegen auf Platz 1 durchsetzen. Für mich selbst reichte es nach einem erfolgreichen Finaltag dann leider nur für Platz 56.
Nach langem Warten auf die Entscheidungen zweier Protestverhandlungen begann um 20:00 Uhr die Siegerehrung die Vergabe der begehrten Tickets zur Opti Weltmeisterschaft in Tanger/Marokko und zur Europameisterschaft in Gydnia/Polen.
Nach diesem aufregenden Erlebnis konnten wir glücklicherweise noch eine entspannte Nacht in Warnemünde verbringen, bevor wir dann am Sonntag wieder die Heimreise an den Bodensee antreten mussten.
Auch wenn ich nicht vorne mit dabei war, war es eine lehrreiche Woche und ich konnte viel mitnehmen, um es nächstes Jahr nochmal besser zu machen.
Bericht: Simon Fischer
