Seit der Regeländerung im Jahr 2023 startet das Feld der Rund Um in drei Startgruppen getrennt im viertelstündigen Abstand. Die RIA III trat in der dritten und letzten Startgruppe an, die auf die kurze Bahn über Romanshorn bis zum Eichhorn in Konstanz und zurück nach Lindau geschickt wird.
Nach einem perfekten Start setzten sich die BYCÜ-Segler relativ schnell in der Spitzengruppe durch und übernahmen ab Höhe Langenargen die Führung, die sie bis ins Ziel nicht mehr abgaben. Bei teilweise schwierigen Bedingungen mit anfangs wenig Wind und Winddrehern überholte die RIA III, eine Faurby 330, einen Gutteil der vor ihr gestarteten größeren Boote, die bis nach Überlingen zur Wendemarke segeln mussten. Üblicherweise werden die Boote der kleinen Bahn von den Rennmaschinen der ersten beiden Startgruppen trotz des längeren Weges weit vor dem Zieldurchgang eingeholt – nicht so dieses Jahr. Zur Überraschung Vieler war die RIA III „First Ship Home“ und gewann damit das Kleine Blaue Band der Rund Um. Erst ca. 22 Minuten später kam der Hightech Katamaran „Sonnenkönig“ als Erster der großen Bahn und damit Gewinner des Großen Blauen Bandes ins Ziel.
Für aufmerksame Beobachter kam dieser Erfolg nicht ganz so überraschend. Michael Reinert gewann schon einmal 2022 mit weitem Abstand seine Wertungsgruppe und wurde 2023, um wenige Minuten geschlagen, Dritter im Kampf ums Kleine Blaue Band. Dieses Jahr hat es aber endlich geklappt. Das Erfolgsrezept fasst der Skipper wie folgt zusammen: „Wir haben uns am Start konsequent aus dem Gedränge am Startschiff herausgehalten und sind entgegen dem Rat der Meteorologen bei diesem leichten Wind auf der deutschen Seite geblieben um erst sehr spät, Höhe Langenargen, auf die Schweizer Seite zu wechseln. Die Winddreher mitten auf dem See haben wir konzentriert ausgesegelt und sind nach Romanshorn nicht zu nahe unter Land geblieben, da viele Boote dort stehengeblieben sind. Auf der Rückfahrt nach Lindau war uns dann die Führung ab dem Eichhorn eigentlich nicht mehr zu nehmen.
Das war meine 37. Rund Um, da sammelt man schon ein paar Erfahrungen und die haben wir dieses Mal konsequent umgesetzt, es hat eben alles gepasst. Der einzige klitzekleine Wermutstropfen war die Tatsache, dass wir in der Yardstickgruppe IV nach berechneter Zeit trotz über 12 Minuten Vorsprung wegen 22 Sekunden Differenz auf Platz 2 landeten. Eine ganz besondere Ehre ist es natürlich, dass wir ausgerechnet bei der Jubiläums - Rund Um als Erste die Ziellinie queren konnten“.
V.i.S.d.P: A. Martin, Schriftführer & Presse