13.-17.08.2026: 470er Junioren-Weltmeisterschaft 2026 in Gdynia, Polen
Vom 13. bis 17. August 2026 fand die 470er Junioren-Weltmeisterschaft im polnischen Gdynia statt. Mit 55 Booten aus der ganzen Welt war das Teilnehmerfeld eines der größten und stärksten der vergangenen Jahre. Aufgrund der hohen Bootszahl wurde das Feld zunächst in zwei Flotten aufgeteilt, die in wechselnden Gruppen gegeneinander antraten. Ab dem dritten Wettkampftag erfolgte die Einteilung in Gold- und Silberfleet. Auf dem Programm standen insgesamt zehn Wettfahrten sowie zwei abschließende Medal Races mit doppelter Punktewertung. Amelie und ich gingen gut vorbereitet und voller Vorfreude in die Regattawoche.
Der erste Wettkampftag begrüßte uns mit schönem Wind von 12 bis 16 Knoten aus nördlicher Richtung. Bei diesen Bedingungen fühlten wir uns von Beginn an wohl und legten mit einem ersten und einem zweiten Platz einen hervorragenden Start hin. Ein achter Platz im dritten Rennen rundete einen rundum starken Auftakttag ab.
Auch der zweite Tag zeigte sich von seiner besten Seite – bei Sonnenschein und erneut angenehmem Wind zwischen 10 und 12 Knoten. In zwei Wettfahrten segelten wir mit einem dritten und einem sechsten Platz weiterhin konstant im vorderen Feld mit.
Der dritte Tag wurde zu einer echten Geduldsprobe. Nach dem ersten Rennen schlief der Wind vollständig ein, sodass wir zunächst an Land zurückkehren mussten. Am späten Nachmittag frischte es schließlich wieder auf, und wir konnten bei schwachem Wind noch zwei weitere Rennen absolvieren. Ein ärgerlicher Frühstart (UFD) trübte die Bilanz etwas, doch mit einem fünften und einem ersten Platz zeigten wir uns davon unbeeindruckt.
Am vorletzten Tag präsentierte sich das Wetter weiterhin sonnig, der Wind blieb mit 4 bis 6 Knoten aus nordwestlicher Richtung jedoch deutlich leichter. In zwei Wettfahrten belegten wir einen fünften und einen zwölften Platz.
Der Finaltag hatte es dann in sich: Zwei Medal Races mit doppelter Punktewertung standen an – der Tag, an dem sich noch alles entscheiden konnte. Für uns waren rechnerisch noch sämtliche Medaillen offen. Im ersten Medal Race lief es mit einem neunten Platz leider nicht nach Plan, womit eine Medaille in weite Ferne rückte. Im zweiten und letzten Rennen der Meisterschaft bewiesen wir mit einem starken vierten Platz jedoch noch einmal unsere Klasse.
In der Gesamtwertung belegten wir am Ende einen hervorragenden fünften Platz. Angesichts des großen und stark besetzten internationalen Feldes sind wir mit diesem Ergebnis bei unserer Junioren-Weltmeisterschaft mehr als zufrieden.
Riccardo Honold GER49
