05.-07.06.2026: Switch GP von Torbole
Seit Bestehen der Klasse "Switch" gibt es in Italien die Switch Grand Prix’s als Regattaserie außerhalb der Meisterschaften.
Vom 5. Bis zum 7. Juni fand dieses Jahr der Grand Prix von Torbole statt. Insgesamt waren 23 Boote gemeldet, davon 7 in der Wertung mit den 7.5 qm großen Segeln, bei denen auch ich an den Start gehen durfte.
Mit einem Tag Vorbereitung mit den anderen Seglern auf dem Gardasee konnten wir am ersten Tag mit einer doch relativ starken Ora - wie zu dieser Jahreszeit üblich - schon vier Wettfahrten als Auftakt verbuchen. Aufgrund des für diese Boote eher stärkeren Windes und den hohen Bootsgeschwindigkeiten, die vor allem im engen Racing mit anderen Booten zu der ein oder anderen gefährlichen Situation führen können, habe ich es ruhig angehen lassen. Bis ich im 4. Lauf durch einen taktischen Fehler der anderen Segler profitieren konnte und mich vorne im Feld positioniert habe. Von dort an musste ich mehr Risiko eingehen, denn ohne das ist es nur schwer möglich, solch eine gute Position ins Ziel zu verteidigen. Zum Zieldurchlauf lag ich in meiner Wertung auf Platz zwei.
Offensichtlich hatte ich am ersten Tag beim letzten Rennen Blut geleckt und wollte mehr. Dementsprechend mutiger und aggressiver ging ich an den Start, was mir auch ein paar Situationen einhandelte, die ich beim späteren darüber Nachdenken doch als zu eng einstufte. Nichtsdestotrotz kam ich auch ein gutes Stück näher an die erfahreneren Segler heran. Meist aber musste ich auf deren Fehler warten, denn wirklich schneller war ich nicht. Eher haben die anderen immer wieder hier und da ein paar Meter herausgeholt, die für mich nur schwer zuzufahren waren. Das natürlich alles unter der Voraussetzung, dass ich selber fehlerfrei bleibe. So blieb meist ein kleiner, aber dennoch über Plätze entscheidender Abstand in den Rennen. Das Positive allerdings war, dass ich den Anschluss gefunden habe.
Am dritten und letzten Tag war der Plan bei Peler die letzten zwei verbleibenden Wettfahrten zu segeln. Aber aufgrund der Windstärke von über 23 kts war wegen Sicherheitsbedenken und einem festgeschriebenen Startlimit von 20 kts erstmal Warten angesagt, was ich zugegebenermaßen nicht mal schlecht fand. Aber nach einer guten halben Stunde ging es trotz immer noch sehr starkem Wind aufs Wasser und ich war froh, als ich am Regattagebiet das Boot zum ersten Mal anluven konnte. Das erste Rennen startete bei abnehmenden Winden also dann mit etwas Verspätung. Jedoch hätten es keine fünf Minuten mehr Verspätung sein dürfen, denn beim Zieldurchgang stellte der Wind wie ausgeknipst seine Arbeit ein. Eine Stunde später, bei leichter Ora, konnten wir nun auch das letzte Rennen starten, was die Tücken der Foiling-Boote deutlich aufzeigte. Direkt auf der ersten Kreuz flogen die anderen in ein Windloch, fielen von den Foils und kamen nicht mehr hoch. Das konnte ich nutzen, da ich nach einigen Startschwierigkeiten einen Rückstand auf das Feld hatte, so konnte ich dieses Windloch wortwörtlich umfliegen und kam infolge auf dritter Position liegend ins Ziel. Der gesamte Grand Prix endete für mich mit einem fünften Platz. Insgesamt konnte ich aber den Abstand zum Feld zufahren und habe gezeigt, dass mit mir zu rechnen ist.
Ein Bericht von Constantin Troeger
