09./10.05.2026: Unterseepokal Reichenau
Bei der Regatta waren 70 Boote in fünf unterschiedlichen Bootsklassen (Contender, Europe, ILCA 4, 6 und 7) gemeldet, darunter drei ILCA 6 vom BYCÜ: Peter, Tamina und ich.
An beiden Tagen sollte es nur wenig bis kein Wind haben, weshalb wir nicht überrascht waren, als am Samstag direkt nach dem Briefing Startverschiebung hochgezogen wurde. Die Wettfahrleitung kündigte jedoch an, gegen 15 Uhr rausgehen zu wollen, um auf den erhofften Wind zu warten.
Wir Segler hatten dennoch eine schöne Zeit an Land. Die Sonne schien und es gab strahlend blauen Himmel. Manche spielten Volleyball, andere lernten und die meisten unterhielten sich.
Um 15 Uhr war der See noch immer spiegelglatt und wir setzten zunächst unsere Aktivitäten fort. Gegen 16 Uhr allerdings entschied sich die Wettfahrtleitung, trotz fehlendem Wind, rauszufahren. Wir dümpelten die meiste Zeit nur herum und brauchten sehr lange, um zum Startschiff zu gelangen. Nur manchmal kam eine kleine Prise herein, die wir zu unserem Vorteil nutzten. Wir mussten sehr lange auf dem Wasser warten, denn die Böen waren zu schwach und lösten sich zu schnell auf, als dass wir mit ihnen eine Wettfahrt hätten segeln können. Viele machten sich bereits auf den Weg in Richtung Hafen und vereinzelt waren sie bereits an Land, als sich plötzlich das Bild auf dem Wasser veränderte: Auf dem Untersee breitete sich Wind aus und die Boote gewannen an Fahrt. Die Wettfahrtleitung war sehr flink und reagierte sofort. In kurzer Zeit war alles bereit, um die Wettfahrt zu starten. Leider drehte der Wind sehr stark und löste sich bald wieder auf. Die Segler der ersten Startgruppe mussten deswegen schon bald mit der Flagge AP enttäuscht werden.
Da wir dann bereits Abend hatten, durften wir an Land und ein leckeres Abendessen genießen.
Auch am Sonntag sah die Windvorhersage nicht gut aus. Es gab wieder Startverschiebung und der Himmel zog sich mit Wolken zu. An Land hatten wir immer wieder guten Wind, aber der See war leider spiegelglatt. Trotzdem entschied die Wettfahrtleitung gegen Mittag hinauszufahren. Wir konnten zwar kaum Windfelder auf dem See entdecken, aber nach kurzer Zeit kam Schwung in die Boote. Die Wettfahrtleitung machte sich bereit für einen Start, doch der Wind war viel zu drehig und nicht konstant. Wir warteten noch viele Minuten auf dem Wasser, doch der Wind spielte nicht mit. Nach einiger Zeit, in der sich nichts mehr abbildete, konnten wir endlich reinfahren.
Bei der Siegerehrung, die aber leider keine richtige Siegerehrung war, durften wir uns wie jedes Jahr eine riesige Kiste Gemüse von der Reichenau einpacken.
Obwohl wir keine Wettfahrt segeln konnten, hatten wir alle eine schöne Zeit auf der Reichenau. Es war toll, alte Gesichter wiederzusehen und sich mit neuen Leuten zu unterhalten. Wie bei allen Regatten konnte man eine schöne Gemeinschaft erleben. Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken für nächstes Jahr, dass es nach drei Jahren endlich wieder mindestens einen Lauf gibt!
Ein Bericht von Louisa Saal

